Verarbeitung des Parketts
_________________________________________________________________________________________________
Massivparkett
Massivparkett ist immer schubfest mit dem Untergrund zu verbinden und gibt es in mehreren Ausführungen. Je nach Umgebungsbedingungen kann es Dimensionsveränderungen unterliegen (z. B. Quellen).
Es werden folgende Ausführungen von Massivparkett unterschieden:
Stabparkett
Stabparkett wird in der Regel verklebt. Hier wurde das Holz in Stabform gebracht und hat meist Maße von 500 mm Länge und 60 – 70 mm Breite. Allerdings sind die Stäbe sogar bis zu 800 mm lang Es ist dabei zwischen 14 und 23 mm stark. Mittels Nut und Feder wird es, verlegt.
Mosaikparkett
Kleinere Holzstablamellen, ebenfalls auf dem Nut-Feder-System basierend, sind bei dieser Parkettart schon befestigt auf Trägermaterial zu verschiedenen Mustern angeordnet. Hierbei haben die verwendeten Holzlamellen eine Stärke von 8-10 mm und bei einer Breite von 18-25 mm eine Länge von bis zu 180 mm. Meist wird das Parkett unbehandelt eingebaut, um anschließend geschliffen und lackiert bzw. geölt zu werden. Das gängigste Muster ist übrigens der Würfelboden.
Lamparkett
Dünner als Stabparkett wird Lamparkett ohne Nut und Feder verlegt. In der Länge erreicht es 200 mm bis 500 mm. Die Lamellen können dabei, je nach Dimensionierung des Stabes, in jedem beliebigen Muster angeordnet werden. Allerdings kann es bei Lamparkett bei ungünstigem Verhältnis von Breite zu Länge zu Verwerfungen kommen. Als optimal ist ein Verhältnis von 1 zu 4 bzw. 1 zu 5 anzusehen.
Hochkantlamellenparkett
Industrieparkett, wie diese Parkettart auch genannt wird, ist eigentlich ein Nebenprodukt bei der Herstellung von Mosaikparkett. Es werden Holzstreifen mit einem Querschnitt von 8 mm mal 22 mm hochkant angeordnet und durch Klebebänder zu Verlegeeinheiten zusammengefügt. Aufgrund seiner Stärke von 22 mm hat es eine lange Lebensdauer, da es mehrmals abgeschliffen werden kann, allerdings muss man mit Kopf- und Längsfugen leben können. Natürlich hat dieses Parkett auch kein feines, einheitliches Holzmuster.
Tafelparkett
Diese Art ist sozusagen der Luxusliner im Parkettbereich. Geometrische Muster – vor allem Rauten und Sterne - werden zu quadratischen Tafeln gefügt und oft mit sogar mit Intarsien aus Edelhölzern versehen. Diese Tafeln werden dann in Mustern auf dem Boden verlegt.
_________________________________________________________________________________________________
Fertigparkett (Mehrschichtparkett)
Drei Schichten Holz, die jeweils rechtwinklig also kreuzweise miteinander verklebt sind, bilden das Fertigparkett. Zu oberst liegt, von der Mittelschicht getragen, die Edelnutzholzschicht. Die letzte tragende Schicht wird Unterschicht genannt. Durch diese Konstruktionsweise wird die natürlich Bewegung vom Holz minimiert.
Fertigparkett gibt es sowohl in der klassischen Nut-Feder-Variante als auch mit Loc- und Clic-Verfahren, bei dem kein Verleimen mehr notwendig ist.
Obwohl eine schwimmende Verlegung möglich ist, sollte man eher der vollflächig verklebten Version den Verzug geben, weil sich das in einer wesentlich höheren Lebensdauer niederschlägt. Generell ist die Lebensdauer von Mehrschichtparkett wesentlich geringer als bei Massivparketten. Man kann mit einer Lebensdauer von 25 bis 50 Jahren bei Fertigparkett rechnen, während Massivparkett leicht auf 50 bis 100 Jahre kommt. Doch gerade in Mietwohnungen ist wahrscheinlich eher das schwimmende Verlegen von Vorteil, da das Parkett dann wesentlich leichter zu entfernen ist.